Playtest

b.m. - Erlebnishunger cover

Wir leben in einer Zeit, in der virtuelle Realität längst kein Traum der Zukunft mehr ist. Spätestens seit der Ankunft von PlaySation VR dürfte diese Videospiel-Evolutionsstufe salonfähig geworden sein. Kein Wunder, dass sich auch Charlie Brooker, der selbst über einen Hintergrund als Journalist im entsprechenden Metier verfügt, im Rahmen der 3. Staffel von Black Mirror in die Zukunft der Videospielindustrie wagt. Zwar bekommen wir keine VR-Brille in Playtest zu sehen, dafür gibt es „layers on top of reality“ zu entdecken. Nicht lange dauert es, bis die entscheidende Frage nach diesen verschiedenen Schichten der Realität im Raum steht, und welche davon die grundlegende, die echte ist. Bevor es jedoch so weit ist, erlebt der von Wyatt Russell verkörperte Cooper eine (virtuelle) Odyssee sondergleichen. Ob er am Ende noch bei klarem Verstand ist? movieplot.de

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Black Mirror und seine unrealistischen (und manchmal auch erschreckend realistischen) Folgen haben schon für sehr viel Gesprächsstoff gesorgt. Nicht zuletzt wurde ihr auch in der ZEIT ONLINE ein Artikel gewidmet. Darin sorgte vor allem die dritte Folge der zweiten Staffel („The Waldo Moment“) für viel Aufmerksamkeit, als ein Vergleich zwischen dem kugelköpfigen blauen Bären und unserem jetzigen US-Präsidenten Donald Trump gezogen wurde.

Weil er sagt, was er denkt. Weil er  Zoten reißt, gegen das Establishment pöbelt und mit Sexismus nicht hinter dem Berg hält. Aus Spaß stellt ihn sein Sender für die Kommunalwahl auf. Es geschieht das Unvorstellbare: Die randalierende Comicfigur erobert die Weltherrschaft.

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„Playtest“, die zweite Folge aus der dritten Staffel der britischen Science-Fiction Serie, hat wohl mit einer der gruseligsten Plots der ganzen Show. Also Horrorliebhaber aufgepasst:

Wer sich schon einiges im Bereich des Schauers und dunkler Geschichten gewohnt ist, wird sich bei dieser Geschichte kaum ins Hemd machen. Man nehme eine furchteinflößende LocaBlack-Mirror-Playtest-2-10192016tion (in unserem Fall hier das Geisterhaus eines Videospiels), einen naiven Weltenbummler mit einer bedauernswerten Vergangenheit im Gepäck, fügt dem ganzen ein paar Jumpscares und Sci-Fi Elemente hinzu und voilà eine neue Black Mirror Geschichte wurde verfasst. Wenn man mich fragt nicht wirklich etwas,was man noch NIE gesehen hat. Allerdings ist das Ende besonders interessant. Aber fangen wir mal etwas klischeehaft beim Anfang der Geschichte an. Oder ist es schon der Schluss?

Szene: Ein Mann verlässt aufgelöst ein Haus. Sein Haus? Sein Gepackter Rucksack lässt auf eine längere Reise hinschliessen. Bestätigt wird dieser Gedanke, als sich der Protagonist in einem Flugzeug wiederfindet. Nach langem Reisen und reichlich gesammelten Erfahrungen ist Cooper nun an seiner Endstation angelangt, denn er muss feststellen, dass sein kompletter Bankaccount leergeräumt wurde. Um nicht länger auf sein verschwundenes Vermögen warten zu müssen, entscheidet sich die nablack-mirror-playtest-spider.pngive Hauptfigur unserer Geschchte dafür, sich mit Hilfe eines Apps bei einer Firma zu melden, welche ihn als Versuchskaninchen für ein neues Videogame einstellt. Wie sich herausstellt, unterscheidet sich diese von anderen Spielen durch seine neue Technologie, welche einem das Spiel (ein schon existierendes Horrorgame mit neuen Spezialelementen) realistischer denn je durchleben lassen will. Cooper wird dabei mit seinen eigenen Ängsten konfrontiert und durchlebt eine regelrechte Höllenfahrt. Und dann sind da auch noch die stetigen Anrufe seiner Mutter(?)! Ob es sich bei den vielen Reisen in Wirklichkeit um eine Flucht handelt? Die Antwort auf dieses Geheimnis wird sich wohl bald offenbaren (für die meisten Zuschauer auf jeden Fal, denn alles was ich von dieser Episode mitgenommen habe waren Kopfschmerzen und ein kleiner Herzinfarkt, als ich anfangs der Folge dachte, das zersprungene Black Mirror Logo sei mein kaputter Bildschirm).

Wie sich später herausstellt, ist die ganze Folge ein wenig Inception-orientiert und etwas verwirrend aufgebaut. Ein klassisches Beispiel einer Folge, die man vielleicht mehr als ein Mal anschauen muss, um sie voll und ganz zu verstehen (oder zumindest ansatzweise).

black mirror cover

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